Wartung und Stimmung

Tatsächlich ist jede Orgel ein komplexes Gebilde und teuer allemal, oft das wertvollste Ausstattungsstück des Gotteshauses.

Orgel, von griechisch organon, zu deutsch Werkzeug. Vom Werkzeug zur Maschine ist nur ein kleiner Schritt. Und wer einmal die Gelegenheit hatte, das faszinierende Innere eines Orgelwerks zu sehen oder bei großen Instrumenten einen „Spaziergang“ durch die einzelnen Abteilungen und Etagen zu machen, wird gerne bestätigen, daß die Orgel eine Mischung aus Musikinstrument und Maschine ist, auch ohne die heute nicht mehr übliche Barker-Maschine.

Wie jedes Musikinstrument, z.B. Klavier und jede Maschine, z.B. Auto, sollte die Orgel in gewissen Intervallen gewartet werden. Je nach Bedarf jährlich oder auch nur alle zwei Jahre.

Die Wartung kann sich von Instrument zu Instrument sehr verschieden gestalten. Sie erstreckt sich vom Nachfüllen des Öls in den Windmotor, über die technische Funktionsprüfung der Traktur, ganz gleich ob mechanisch, pneumatisch oder elektrisch, das Beseitigen von kleinen Störungen sowie das Nachregulieren, beispielweise der Koppeln, bis hin zur Nachintonation klanglich unbefriedigender Töne.

Voraussetzungen für das Nachstimmen der Pfeifen sind die gleichbleibende Temperatur, welche sich am Ehesten während der heizungsfreien Zeit in den Sommermonaten einstellt und der gute, nicht zu sehr verstaubte Allgemeinzustand des Instrumentes.

Sind diese Anforderungen erfüllt, steht der Stimmung eigentlich nichts mehr im Wege, höchstens die Wahl zwischen der sogenannten Hauptstimmung, bei der alle verstimmten Register nachgestimmt werden und der sog. Teilstimmung, die sich auf verstimmte Einzelpfeifen und die Zungenregister bezieht.