Wawern – De

Ein schönes Beispiel für einen Freipfeifenprospekt stellt das Opus 22 von 1949 der Orgelbaufirma Eduard Sebald aus Trier dar.

Dieses Mal keine weit geschwungenen Linien, sondern treppenförmiger Aufbau bei geradem Labienverlauf der klingenden Außenfelder. Der stumme Mittelteil schmiegt sich um das Fenster. Ein neues Gestaltungsmittel bildet die kupferfarbene Lackierung der größten Pfeifen.

Im Gedackt 8´ mit seinen hohen, halbrunden Aufschnitten und in der tiefliegenden Mixtur bleibt das Instrument klanglich noch der Romantik verpflichtet.

Wie am Spieltisch und am Gehäuse erkennbar, war ursprünglich ein zweimanualiges Werk geplant. Leider wurde das 1. Manual nie gebaut, der dafür vorgesehene Platz im Gehäuse blieb leer.

Im Jahr 2000 wurde die Orgel generalüberholt.

wawern_klein

I. Oberwerk C-g3 II. Hauptwerk C-g3 Pedal C-f1
Rohrflöte Prinzipal Subbaß 16´
Salicional Gedackt Oktavbass
Prinzipal Quintade Gedacktbaß
Spitzflöte 2′ Oktave Gedacktflöte
Sesquialter 2-fach Mixtur 3-4 fach Bauernflöte

Kegelladen, elektropneumatische Traktur
Koppeln: II/I – II/I sub – I/P – II/P
1 freie Kombination
Registercrescendo

Registerschweller ab, Pianopedal an