Steinfort – Lu

Nach dem Vorgängerinstrument der Gebrüder Müller aus Reifferscheid ist die 1961 erbaute Orgel der manufacture d´orgues G. Haupt aus Lintgen das zweite Werk in der 1908 erbauten Pfarrkirche St. Walburga in Steinfort.

Hinter dem Freipfeifenprospekt befindet sich das Hauptwerk in der Mitte, das Pedal, in C und Cs geteilt, jeweils symmetrisch links und rechts.

steinfort

Das Schwellwerk wurde im Unterbau platziert, wobei lamellenförmige Schallöffnungen die Drehflügel verdecken. Die beiden Windladen stehen “auf Sturz“, was soviel bedeutet, daß sie im Verhältnis zu den Darüberliegenden des Hauptwerks um 90° gedreht sind. Dies ermöglicht, die großen Pfeifen in einer nischenförmigen Ausbuchtung der hinteren Kirchenwand aufzustellen und eine zweite Reihe Drehflügel in Höhe des Hauptwerks anzuordnen. Durch diese Art von “Dachschweller“ lassen sich interessante Klangeffekte im Raum erzielen.

Klanglich besticht das Schwellwerk durch seinen Weitchor aus Rohrflöte 8´ und Nachthorn 4´, der dem Klang einen sehr schön tragenden Charakter verleiht.

Schwellerbalg-geöffnetSchwellerbalg-geschlossen

Im Jahr 2003 wurde das Instrument generalüberholt.

I. Hauptwerk C-g3 II. Schwellwerk C-g3 Pedal C-f1
Principal Salicional Subbaß 16´
Bordun Rohrflöte Oktavbaß
Gemshorn Nachthorn Gedacktbaß
Prestant Nasat 2 2/3´ Choralbaß
Flöte Blockflöte Flötenbaß
Doublette Cymbel 3-fach Lieblich Posaune 16´
Mixtur 3-fach 1 1/3´ Feldtrompete Baßtrompete
Tremulant

Elektropneumatische Traktur, Kegelladen
Koppeln: II/I – II/I super – II/I sub – I/I super – II/II super – I/P – II/P – II/P super
1 freie, 4 feste Kombinationen, 1 freie Pedalkombination
Absteller: Zungen gesamt, Zungen einzeln, Oktavkoppeln