Stadtbredimus – Lu

In diesem Artikel geht es neben der Orgel von Stadtbredimus um zwei Patente, laut Duden ein ” patentamtlich verliehenes Recht zur alleinigen Benutzung und gewerblichen Verwendung einer Erfindung “.

Orgelbauer müssen erfinderisch sein, denn beinahe jedes Instrument ist ein Unikat, ständig gibt es etwas zu verbessern und Stillstand bedeutet schließlich Rückschritt. Die wenigsten jedoch melden ihre Erfindungen zum Patent an.

Nicht so Stephan Schumacher. Er ließ sich seine “Ventiltöpfchen für Windladen und Relais‘ in Pfeifenorgeln“ 1952 in Luxemburg als Patent eintragen.

Nikki Loewen (1906-1982), Erbauer der Orgel von Stadtbredimus, brachte die Erfindung in seinem Instrument 1957 zur Anwendung. Ventile und Töpfchen bestehen aus Bakelit, einer Pressmasse aus Phenol und Formaldehyd.

Bakelit, benannt nach seinem Erfinder, dem Belgier L. H. Baekeland gilt als der erste duroplastische Kunststoff. Es wurde 1907 ebenfalls zum Patent angemeldet.

2007-08 wurden die Hauptwerks- und Pedalwindladen ausgebaut und vollständig überarbeitet, das Pfeifenwerk repariert und neu intoniert sowie eine neue elektronische Schaltung für die Spieltraktur eingebaut.

bredimuspatent_klein

I. Hauptwerk C-g3 II. Schwellwerk C-g3 Pedal C-f1
Bordun 16´ Flöte Subbaß 16´
Principal Salicional Oktavbaß
Gedeckt Aeoline Bordun
Gamba Lieblich Gedackt Flöte
Prestant Vox coelestis Posaune 16´
Flöte Rohrflöte Trompete
Quinte 2 2/3´ Waldflöte Clairon
Doublette Terzian 2-fach
Mixtur 3-fach 1 1/3´ Scharf 3-fach 1/2´
Trompete Krummhorn
Trompete Tremulant

Elektropneumatische Traktur, Kegelladen
Koppeln: II/I – II/I super – II/II super – I/P – II/P

1 freie Kombination, 4 feste Kombinationen
Registerschweller, automatische Pedalumschaltung
Zungeneinzelabsteller
Koppeln ab und Tutti als Fußschalter