Mamer – Lu

Nach dem Zeitalter der Freipfeifenprospekte deutet sich mit dem 1964 von der fabrique d´orgues luxembourgeoise s.à r.l. aus Lintgen erbauten Instrument wieder ein Gehäuse an, wenn auch das Dach fehlt und die den Windladen vorgesetzte Fassade nicht den inneren Aufbau wiedergibt.

Hauptwerk und Pedal, umgeben vom Gehäuse, sind noch frei auf der Empore stehend angeordnet. Dahinter ist das Schwellwerk schon fast außerhalb in einem Anbau zwischen den beiden Türmen untergebracht. Die Schwellwand mit ihren Drehflügeln, in einen imposanten Spitzbogen aus Sandstein integriert, bildet die Schallöffnung zum Kirchenschiff hin.

Das Pfeifenwerk präsentiert sich als eine Mischung aus alt und neu, wobei einige Grundstimmen mit handgeschriebenen Registerbezeichnungen aus dem Vorgängerinstrument der Firma Wetzel aus Straßburg stammen könnten. Die übrigen Mixturen, Aliquot- und Zungenstimmen sind ausnahmslos in Naturguß gefertigt, große Pfeifen, länger als 60 cm, aus Zink. Einige Pfeifen tragen Registernamen in niederländischer Sprache.

Im Jahr 2009 wurde das Instrument generalüberholt.

mamer_klein

I. Hauptwerk C-g3 II. Schwellwerk C-g3 Pedal C-f1
Bordun Lieblich Gedackt Subbaß 16´
Prinzipal Salicional Oktavbass
Gemshorn Ital. Prinzipal Gedacktbass
Prestant Rohrflöte Choralbass
Dulzflöte Nachthorn Kleingedackt
Quinte 2 2/3´ Kleinnasat 1 1/3´ Pedalflöte
Doublette Terz 1 3/5´ Basson 16´
Mixtur 3-fach 1 1/3´ Cymbel 3-fach Dulzian
Trompete Krummhorn Singend Kornett
Tremolo

Elektrische Spiel- und Registertraktur in den beiden Manualen, Schleifladen
Elektropneumatische Traktur im Pedal, Kegelladen
Koppeln: II/I – I/P – II/P
1 freie , 4 feste Kombinationen
Registerschweller, freie Pedalkombination

Absteller: Zungen einzeln, Zungen gesamt, Registerschweller